Tüfteln, Experimentieren und Programmieren: Osterferienakademie an der Hochschule Niederrhein

Drei spannende Workshops lockten während der Osterferien 2019 gleich acht Schüler/-innen des Gymnasiums Horkesgath an die Hochschule Niederrhein: Marc Cornelius (9d), Magdalena Genova (9d), Richard Höchter (9b), Ioannis Preventas(EF), Stamatia Avtzoglou (EF), Krystian Szeszkowski (EF), Nico Braun (Q1), und Carlotta Heß (Q2) besuchten die Osterferienakademie zur Berufs- und Studienorientierung in naturwissenschaftlich-technischen Fächern.

Kabelloser Sound zum Selbermachen – Nico Braun (Q1) baute sich im MakerSpace seine eigene Bluetooth-Lautsprecherbox. Dazu lötete er zwei Lautsprecher (für tiefe und hohe Töne), einen Batteriehalter (für den Akku), einen StepUp-Converter (für höhere Spannung und damit bessere Tonqualität) sowie diverse Anschlüsse und Kabel auf eine Lochrasterplatine und fügte alles mit Bauteilen aus dem 3D-Drucker zum fertigen Lautsprecher zusammen. Nebenbei lernte er viel über die Zusammenhänge von Akustik, Schwingungen, Interferenzen und den Bassreflex-Effekt. Das Ergebnis kann sich sehen – und hören(!) lassen – der Lautsprecher spielt Musiktracks vom Smartphone in einwandfreier Qualität ab.

Leben im Rausch? Bei diesem Workshop aus dem Bereich der Biotechnologie drehte sich alles um die Ethanolsynthese durch Mikroorganismen. Nico Braun war wieder mit dabei, außerdem auch Ioannis Preventas und Stamatia Avtzoglou (beide aus der EF). Die drei stellten immobilisierte Mikroorganismen her, die in einem Bioreaktor Saccharose zum Ethanol umwandelten. Den so gewonnenen Alkohol konnten sie dann durch Destillation aufarbeiten und mit Hilfe eines Photometers analytisch nachweisen. Schließlich lernten Nico, Ioannis und Stamatia, verschiedene Getränke auf ihren Alkoholgehalt hin zu überprüfen.

Bei der Coding School konnten Marc, Magdalena, Richard und Carlotta in einem viertägigen Workshop eine Alarmanlage, eine Smart-Homesteuerung oder eine Handy-App bauen und dabei das Programmieren mithilfe des Raspberry-PISensors in verschiedenen Programmiersprachen kennenlernen oder vertiefen.

Richard Höchter berichtet:

Am Dienstag (23.04.19) wurden wir, ungefähr vierzig Schüler/-innen, zunächst dem Projektleiter Informatik und dem Dekan vorgestellt. In den kommenden vier Tagen wurden wir vom HSN-Team in drei Gruppen betreut. Uns wurden die wichtigsten Informationen für das Arbeiten mit Befehlen in der Programmiersprache ,,Python" nähergebracht.

Je nachdem, wie gut und sicher man war, konnte man sofort mit den vorgeschlagenen Themen und Projekten beginnen. Für die Projekte wurden individuelle Bauteile von der HSN zur Verfügung gestellt.

Das Programmieren einer Binäruhr oder einer Alarmanlage nahm genug Zeit in Anspruch für die ersten zwei Tage. Bei mir hat es bis Donnerstag (25.04.19) gebraucht, da das ganze Thema für mich Neuland war. Die Schüler/-innen, die schon früher fertig waren, durften sich mit dem Programmieren ihrer eigenen App beschäftigen. Am Donnerstag bekamen wir dann noch Infos für das Studieren an der HSN mit auf den Weg. Die Arbeitsatmosphäre war immer gut und man hat sich mit jedem aus seiner Gruppe gut verstanden. Am letzten Tag, dem Freitag (26.04.19), durften wir die Virtual Reality (VR)-Brillen kennenlernen, somit hatten wir noch ein bisschen Spaß untereinander. Zum guten Schluss erhielten wir alle unsere Teilnahmebescheinigungen.

Für mich war das ganze Angebot eine gute Sache und mir hat es im Großen und Ganzen viel Spaß gemacht, da ich auch viel dazu gelernt habe, was den Themenbereich ,,Informatik" angeht.