Der Kunstunterricht

Ein wichtiges Anliegen unserer Schule

Das Fach Kunst hat am Gymnasium Horkesgath schon seit den Anfängen der Schule eine wichtige Rolle gespielt.
Nicht so sehr die Tatsache, dass seit mehr als 30 Jahren regelmäßig in der Oberstufe Leistungskurse im Fach Kunst stattfinden, zeugt davon. Vielmehr sind wir ein ein bisschen stolz auf die Folgen:
In diesen Kursen haben eine ganze Reihe von später bekannt gewordenen Künstlern, Schriftstellern, Architekten, Theater- und Fernsehleuten gelernt.
Offensichtlich hat die Ausbildung im Fach Kunst eine gute Vorbereitung für künstlerisch-handwerkliche, freie künstlerische und akademische Berufe (z.B. Architektur, Design) geboten.
(Leistungskurse Kunst findet man übrigens nur an sehr wenigen Gymnasien in der Region Niederrhein.)

Was bedeutet Kunstunterricht und worin liegt seine Bedeutung?

Künstlerische Arbeit I / Gestaltung des KletterturmesBilder nehmen im Leben von Kindern und Jugendlichen einen immer größeren Platz ein. Allein der Weg durch die Stadt, der Blick ins Fernsehen oder auf Computerspiele verdeutlichen die Masse an Bildern, die unsere Kinder erreichen.
Künstlerische Arbeit II / Gestaltung des Kletterturmes
Diese Umweltsituation kann auch zu problematischen Verhaltensänderungen führen.
Kinder und Jugendliche arbeiten weniger aktiv oder nur eingeschränkt mit ihren Sinnen.
 
Vor allem der Körper, speziell die Hände werden nur noch sehr reduziert genutzt
( ... man denke nur an das stundenlange Sitzen vor dem Computer oder Fernsehen).

Zudem lässt sich beobachten, dass Kinder und Jugendliche ihre Umwelt anders wahrnehmen:
Sie registrieren vieles gleichzeitig, bewusst oder unbewusst. Sie arbeiten z.B. am Computer und hören dabei Musik. Es fällt ihnen aber immer schwerer, sich konzentriert und länger auf eine Sache einzulassen.

Hier setzt der Kunstunterricht an:

  • Die Schüler/-nnen nehmen die Bilder in ihrer Umwelt wieder bewusster wahr.
  • Sie werden motiviert, Körper und Sinne aktiv und zielgerichtet einzusetzen.
  • Der Kunstunterricht fördert intensiv Ausdauer- und Konzentrationsvermögen.

Unterrichtsmethoden 

Selbstständige Arbeit der GruppeUnterschiedliche Unterrichtsmethoden wecken die Neugier und steigern die Lernmotivation.
Die Mitglieder des Fachbereichs Kunst bilden sich deshalb – wie die KollegInnen der anderer Fachbereiche – intensiv fort, um immer wieder neue Unterrichtsmethoden gezielt in den Kunstunterricht einzubringen. Wir setzen diese immer dann ein, wenn wir der Überzeugung sind, dass sie das Lernen abwechslungsreicher gestalten und vertiefen können.

Besonders wichtig bleibt jedoch in jedem Fall die intensive künstlerische Einzelarbeit der SchülerInnen. Damit trägt gerade der Kunstunterricht wesentlich dazu bei, Kinder und Jugendliche zur konzentrierten, ausdauernden und selbstständigen Beschäftigung mit einer Sache anzuhalten.

So fördert der Kunstunterricht das Selbstbewusstsein und insgesamt die intellektuelle und psychische Entwicklung.
Genau das ist der Grund, warum der Kunstunterricht an unserer Schule kein „Nebenfach" ist, das so nebenher läuft.
 

Unterrichtsort Kunstausstellung

Exkursionen zu Ausstellungen in der Region sind eine wichtige Basis des Kunstunterrichtes und finden daher regelmäßig statt. Wir fördern die Begegnung mit Originalwerken durch Unterrichtsgänge in die Museen des Rheinlandes. Wir fahren z.B. zu Ausstellungen in Düsseldorf oder zum Fachbereich Design der Universität Duisburg-Essen und unterhalten gute Kontakte zur Jugendkunstschule „Alte Post" in Neuss.
  

Kooperation mit außerschulischen Partnern

Praxisnähe und Einblicke in konkrete künstlerisch-kreative Berufe sind für die richtige Studienwahl von großer Bedeutung. Deshalb kooperieren wir seit 2002 mit dem Fachbereich Design der Hochschule Niederrhein in Krefeld.
Die SchülerInnen erhalten durch Besuche von Ausstellungen studentischer Arbeiten, in Gesprächen mit Professoren und Studierenden Einblicke in Studiengänge, bauen Schwellenängste ab und bekommen im Einzelfall ganz nebenbei Hilfen bei der Vorbereitung auf eine Bewerbung im Bereich Design. Hierzu zählt z.B. die Beratung bei der Erstellung von Bewerbungsmappen.

Kunst und Gesellschaft

Wir meinen, dass Kunst konkret in die Gesellschaft hineinwirken sollte. Seit Jahren arbeitet die Schule deshalb mit der Adolf-Luther-Stiftung Krefeld zusammen. SchülerInnen reinigen regelmäßig die Linsenallee des Krefelder Künstlers Adolf Luther auf dem Ostwall.

Durch Ausstellungen ihrer eigenen Werke in der Stadtbücherei und der Volkshochschule Krefeld lernen SchülerInnen den Weg in die Krefelder Öffentlichkeit.
 

Teilnahme an künstlerischen Wettbewerben

Übergabe des Preises durch Dr. Michael Vesper (rechts), Minister für Städtebau und Wohnen, Kultur und SportRegelmäßig nehmen wir an künstlerischen Wettbewerben teil – und dies mit großem Erfolg.
 
Vorläufiger Höhepunkt:
Am 31. Januar 2005 gewann der Leistungskurs Kunst zusammen mit seiner Lehrerin Brigitte Baldauf den 5. Deutschen Herold Preis - Jugend interpretiert Kunst.

Es handelt sich dabei um den wichtigsten deutschen Kunstpreis für Schulen (jetzt Deutsche Bank Preis).

Erfolgreicher Wettbewerbsbeitrag der 9a / Mai 2007Mit einer Installation zur Nachkriegszeit in Krefeld überzeugten die SchülerInnen und konnten als Sieger das Preisgeld von 5000 Euro entgegennehmen.
 
Im Mai 2007 gewann die Klasse 9a den Schulwettbewerb in der Stadt Krefeld zum Europatag.
 

Fachräume / Schulgebäude

Das Gymnasium Horkesgath verfügt über großzügig ausgestattete Fachräume (darunter auch spezielle Fachräume für Ton- bzw. Druckarbeiten.), die um einen innen liegenden Ausstellungsraum angeordnet sind. Die Kunsträume verfügen über eigene Außentüren, so dass die Schülerinnen bei Gelegenheit draußen arbeiten können.
 

Der Projektkurs Kunst 

Lesen Sie dazu mehr im im Kapitel 'Projektkurs Kunst'.