Von der Schule ins Studium

Liebe Leserinnen und Leser,

ich bin Lucy Sendler, 19 Jahre alt und habe vor genau einem Jahr mein Abitur am Gymnasium Horkesgath gemacht. Seitdem ist einiges passiert. Vom Auszug in meine erste eigene Wohnung in Düsseldorf bis hin zum Beginn meines Studiums an der Fachhochschule für Ökonomie und Management (FOM). Aktuell studiere ich International Business Management im zweiten Semester des Vollzeitstudiums. Mein Ziel ist es, später im internationalen Management zu arbeiten oder sogar ein eigenes Unternehmen zu führen.

Der Übergang von der Schule ins Studium bringt viele Veränderungen mit sich. Aus 20 Klassenkameraden werden plötzlich 70 Kommilitonen. Aus 45 bis 90 Minuten Unterricht werden schnell drei Stunden Vorlesung. Aus fremden Leuten werden mit der Zeit neue Freunde. Das alles ist Studium. Das alles heißt es zu studieren.

Ich weiß, viele meiner Mitschüler von damals studieren jetzt in großen Hörsälen mit mehreren hundert Studierenden. Ich habe mich bewusst für einen anderen Weg entscheiden. In kleineren Gruppen habe ich die Möglichkeit, bei schwierigen Themen, direkt bei meinen Dozenten nachzufragen, enger mit Dozenten zu arbeiten und in überschaubaren Lerngruppen, die meistens maximal 4 Personen beinhalten, zu lernen. Das alles hilft mir besonders meine Prüfungsvorbereitung auf Klausuren genauer anzupassen oder Präsentationen vorzubereiten.

Die Schule bereitet einen gut auf das Studium vor- vieles muss man sich natürlich auch noch selbst erarbeiten. Eigenorganisation wird zur zentralen Aufgabe und oft entdeckt man ganz neue, effektivere Lernmethoden. Ob man die Aufgaben erledigt oder nicht, ist irrelevant für die Endnote, denn für diese zählt nur die Prüfungsleistung. Klar bin ich froh, dass ich im Mathe LK Normalverteilung hatte und die Grundlage für Quantitative Methoden nur noch einmal aufarbeiten muss, aber wie sagte mein Professor so schön, das Abitur und auch mein Bachelor sind lange nicht mehr so viel Wert wie damals. In einem Zeitalter von KI sind wir die erste Generation, die alles mit der KI zusammen macht. Sie ist nicht mehr unser Gegner, sondern wir lernen aktiv mit ihr zusammenzuarbeiten. Lange Texte werden häufig zusammengefasst. An den Stellen, wo man in der Schule manchmal geschummelt hatte bei den Hausaufgaben und sie vielleicht doch nicht selber geschrieben hatte, beginnt der Start eines neuen Projekts.

Studieren heißt nicht nur ein neues Kapitel anzufangen, sondern den Absprung in die neue Arbeitswelt zu schaffen. Mit viel Motivation, Fleiß und Interesse an neuen Herausforderungen hat man die perfekte Möglichkeit, auch in diesen schwierigen Zeiten seinen Traumjob zu finden und sich ihn zu erfüllen.

Also verfolgt eure Träume und Ziele!

Lucy Sendler