Moin Hamburg! Deutsch-französisches Schülertreffen in der Hansestadt

Auch in diesem Jahr hat die Fachschaft Französisch – nach der tollen Resonanz der Drittortbegegnungen in den letzten Jahren – wieder eine deutsch-französische Begegnungsfahrt mit unserer Partnerschule aus Tarare bei Lyon durchgeführt; dieses Jahr ging es in die Hansestadt Hamburg.

So machten sich in der Woche vor den Osterferien 20 Schüler*innen und ihre beiden Lehrerinnen Frau Rosendahl-Ackermann und Frau Runge per Bahn auf den Weg nach Hamburg, um dort die Schülergruppe aus Frankreich zu treffen und eine gemeinsame Woche mit ihr zu verbringen. Manche der Schüler*innen kannten sich bereits vom letzten Jahr.

Nach der Anreise (die französische Gruppe war bereits am Sonntagabend in Tarare gestartet) stand am Montagnachmittag eine Hafenrundfahrt an, um einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen. Es ging in nächster Nähe vorbei an riesigen Containerschiffen, einem Kreuzfahrtschiff oder auch Marineschiffen, dann weiter an der Elbphilharmonie vorbei in die Speicherstadt. Dieser erste Eindruck war bereits gewaltig und hat allen richtig gut gefallen!

Das sehr abwechslungsreiche Programm führte uns am Dienstag zunächst zum Institut français, wo nach kurzen, allgemeinen Informationen zur Arbeit des Instituts unter anderem in gemischten Kleingruppen eine kleine Schnitzeljagd, Sprachspiele und ein Quiz zum aktuellen Thema „Frankophonie“ durchgeführt wurden (am 20. März wird jedes Jahr der internationale Tag der Frankophonie gefeiert). Die Gewinnergruppen wurden am Schluss mit einem kleinen Preis ausgezeichnet. Anschließend haben wir uns den Stadtteil St. Pauli mit seinen verschiedenen Facetten angesehen. Am Mittwoch haben wir bei einer zweistündigen Stadtführung viele interessante Fakten über die Hansestadt erfahren. Da sich an diesem Vormittag das Wetter von seiner sehr nordischen Seite gezeigt hat, waren wir froh, dass uns die Stadtführerin spontan in den Michel geführt hat, wo wir zumindest zeitweise geschützt vor Regen, Wind und Kälte dieses beeindruckende Gebäude bestaunen konnten und Informationen zu Hamburg erhalten haben. Nach unserem anschließenden Picknick auf der Plaza der Elphie stand am Nachmittag das sehr interessant gestaltete Museum „BallinStadt – Auswandererwelt Hamburg“ auf dem Programm. Die BallinStadt war eine Anfang des 20. Jahrhunderts von HAPAG-Reeder Albert Ballin errichtete Auswandererstadt für über 5 Millionen Menschen mit dem Ziel Amerika. In diesem Museum konnten sich die Schüler*innen neben vielen anschaulichen Fakten rund um das Thema Auswanderung auch in einem interaktiven Spiel auf die (Aus)Reise machen, mussten rund um ihre gewählte Identität (lebens)wichtige Entscheidungen treffen und sind hoffentlich alle am Ende gut im Zielland angekommen.

Am Donnerstag ging es vormittags durch den alten Elbtunnel auf die andere Elbseite, und bei Sonnenschein hatten wir einen tollen Panoramablick auf die Hamburger Skyline, die Landungsbrücken und die Elphie. Anschließend stand noch unser letzter großer Programmpunkt an: der Hamburger Dungeon! Dort tauchten wir in verschiedenen Live-Shows in die düstere Seite der Hamburger Geschichte seit dem Mittelalter ein. Dies war für die Gruppe ein großes Highlight am Schluss und hat uns allen sehr viel Spaß gemacht!

Zur Stärkung zwischendurch wurden wir von der Jugendherberge gut mit Lunchpaketen versorgt, doch natürlich durften die für Hamburg typischen Fischbrötchen und auch Franzbrötchen nicht fehlen! Und am letzten Abend, unserer soirée festive, gab es natürlich den für die Drittortbegegnung mittlerweile traditionellen Kuchen „Krefeld et Tarare, Vive l’échange“ (auch wenn die Aufschrift dieses Mal sprachlich etwas kreativer war 😉)! C’était vraiment délicieux!!

An den Abenden haben wir gemeinsame Animations- und Sprachspiele gemacht, oder die Jugendlichen haben sich einfach zusammengesetzt, geredet, (Karten)Spiele oder auch Tischtennis gespielt. Dies alles hat ebenso wie die Unterbringung in deutsch-französischen Zimmern dazu beigetragen, dass die Gruppe im Laufe der Tage etwas zusammengewachsen ist. Die Verständigung verlief gemischt auf Französisch, Deutsch und manchmal auch auf Englisch, und alle haben das ein oder andere dazu gelernt! Wir freuend uns auf ein Wiedersehen mit der Schülergruppe aus Tarare und mit unseren französischen Kolleg*innen im nächsten Jahr!

Am Schluss sprechen wir allen Schüler*innen und den französischen Kolleginnen ein großes Dankeschön für die tolle und ereignisreiche Zeit aus und bedanken uns auch beim Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) für die finanzielle Unterstützung!

Merci beaucoup et à l‘année prochaine !!

Vive l’amitié franco-allemande !

Bericht und Fotos: Anja Runge